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//2006/07/10
///médiologie
Regis Débray, vielen noch als Kampfgefährte Che Guevaras bekannt,
hat in Frankreich seit Anfang der 90er als Philosoph die Mediologie entwickelt.
Dieses Kunstwort aus "medio" und "logie bezeichnet keine neue wissenschaftliche Disziplin, sondern eine Methode, die auf das "Medio", das "Dazwischen" als Bedingung der Möglichkeit von Kultur abzielt.
Es geht der "Mediologie" um die kulturellen Übertragungsformen innerhalb der Zeit. So spricht die Mediologie nicht von Kommunikation, der Übertragung im Raum, sondern von "Transmission", der Übertragung, die in diachronischer, materieller und politischer Hinsicht die Wirkung des Faktischen mit Blick auf Mögliches ordnet.
//xberg fast food 2006/// ©juttafranzen
médiolgie
lenkt als Methode den Blick auf das "Triviale" [Debray], auf die
Dinge und Praktiken des Alltags, eben jene Spuren der Vermittlung, durch die
sie überhaupt erst als historisch- soziale Konstrukte erfahren werden.
Ein Medium nimmt in diesem Verhältnis zu den Dingen und Praktiken die Position der "Mitte" ein, von der aus es als ein Drittes in der Differenz von Natur und Kultur jene Transmission" bewirkt, die dem Vermittelten nicht äußerlich bleibt. Anders als ein Mittel und seiner instrumentellen Anwendung auf ein "ready made" bewirkt das Medium im Sinn einer "Apparatur" [Krämer] ein "apparare" oder "make ready", indem es die Bedingungen der Möglichkeit der Wahrnehmung und praktischen Performanz des Vermittelten bereit stellt.
In dieser spezifischen "vorgängige(n) nicht-instrumentelle(n) Wendbarkeit" [Tholen], eröffnet Transmission im Ordnen des Faktischen den Blick auf Mögliches: sie ist "Aufgabe", "Verpflichtung"[Debray], in der sich Technik und Kultur verbinden, um mit den Ermöglichungsbedingungen der Alltagserfahrungen zugleich das Potential ihrer Gestaltung freizulegen.
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Regis Débray,
Der doppelte Körper des Mediums, in:
sinn-haft
17, "Inmitten der Dinge. Über Mediologie". zeitschrift
zwischen kulturwissenschaften, hrsg. vom hyper[realitäten]büro,
Wien 2004, p.14ff ![]()
Sybille Krämer (ed) , Medien, Computer Realität, Frankfurt/M 2000 2.Aufl., Suhrkamp
Sybille Krämer, Was hat Performativität mit Medialität zu tun? Zur Einführung in die Jahrestagung performing media- Medien im Vollzug, Berlin 28.-30.11.2002, Vortragspapier
Georg Christoph
Tholen, Platzverweis, in: Norbert Bolz (et al) (eds) Computer als Medium,
München 1995 .p. 111- 135, Fink
Le
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Le
site personnel de Régis Debray ![]()
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